Naturfoto-Workshop

Von Christian

 

Ihr seid gerne draußen in der Natur unterwegs und fotografiert gerne? Dann habt ihr die Möglichkeit, eure Fähigkeiten weiter zu entwickeln und wertvolle Tipps für bessere Bilder zu bekommen. Neben den Grundlagen der Fotografie wird es vor allem um die Arbeitsweise in der Naturfotografie gehen, um Bildgestaltung und Methoden zur Umsetzung einzelner Motive. Praktische Bildbeispiele runden die Theorie ab. Der Referent wird darüber hinaus aus seinem Naturfoto-Alltag berichten und Projekte von der Planung bis zur Umsetzung darstellen. Individuelle Fragen werden gerne fachkundig beantwortet.

Der Workshop wird entweder am 14.06.2017 oder am 15.06.2017 jeweils ab 16 Uhr ab mindestens 3 Personen stattfinden. Bekundet euer Interesse, damit wir einen Termin festlegen können. Eine Verbindliche Anmeldung muss bis spätestens 08.06.2017 erfolgen.

 

Hier die Eckdaten:

 

Referent: Christian-Dietrich Morawitz

Ort: Foto Labor Service Görner, Königsbrücker Straße 70, 01099 Dresden

Datum: 14.06.2017 ab 16 Uhr oder 15.06.2017 ab 16 Uhr

Dauer: 3 Stunden

Preis: 120 € pro Person

Mindestteilnehmerzahl: 3 Personen

Verbindliche Anmeldung bis 08.06.2017 unter:

Tel.: 0351 80 43 270

oder per Mail: info@foto-goerner.de

www.foto-goerner.de

 

Hier gehts zur Seite von Foto Labor Service Görner

 

 

ACHTUNG! DIE ANMELDEFRIST WURDE BIS ZUM 12. JUNI VERLÄNGERT!

 

 

Tarnung :: Ein Erfolgsrezept zu guten Tierbildern

Von Christian

Als ich vor etwa 12 Jahren begann, mich für die Fotografie und vor allem Naturfotos zu interessieren, weiß ich noch gut, wie ich Bildbände von großen Naturfotografen, wie Fritz Pölking begeistert angeschaut habe. Diese Bilder waren damals für mich das Nonplusultra in der Naturfotografie. Schnell war mir bei meinen eigenen Fotoausflügen klar, dass ich solche Bilder nicht machen konnte. Allerdings wusste ich damals auch fast nichts über die Praxis der Naturfotografie und Herangehensweisen, um scheue Tiere erfolgreich zu fotografieren.

 

 

Eines der größten Probleme stellt in unseren Breiten die Scheu der Tiere und die große Fluchtdistanz dar. Seeadler haben beispielsweise in Sachsen meist eine Fluchtdistanz, die weit über 100 m liegt. Entweder hat man den Seeadler nur als kleinen Punkt im Bild, oder erwischt ihn gar nicht erst. Das Problem sind die sehr gut ausgeprägten Wahrnehmungssinne der Tiere. Oft sind das Gehör, der Sehsinn und der Geruchssinn deutlich besser ausgeprägt, als bei uns Menschen, so dass uns die meisten Wildtiere schön längst bemerkt haben, wenn wir noch nichts von ihnen mitbekommen haben. Doch dafür kann man Abhilfe schaffen und versuchen, sich unsichtbar für die Tiere zu machen.

 

Zuerst einmal ist es enorm wichtig, dass man sich auf die Motive vorbereitet, welche man fotografieren will. Dazu gehört eine ausgiebige Recherche zur Lebensweise und dem Verhalten der Tiere, um einerseits Störungen zu vermeiden, wenn beispielsweise der Nachwuchs aufgezogen wird und andererseits die Tiere auch an den Stellen aufzusuchen, wo die Wahrscheinlichkeit am höchsten ist, dass man sie zu sehen bekommt. Hat man eine geeignete Stelle gefunden, kann es an die Umsetzung gehen. Dabei ist jedoch auch wichtig, dass man sich in Naturschutzgebieten mit den zuständigen Leuten abspricht, im Wald auch mal den Revierförster informiert und ggf. vorher mit dem Teichwirt spricht, bevor man in seinem Teich ansitzt. Das erspart nachträglich ärger, führt oft zu hilfreichen Tipps und erleichtert am Ende auch die Verwendung der Bilder, falls man um eine Genehmigung beispielsweise für ein Naturschutzgebiet gebeten wird, um nachzuweisen, dass die Bilder nicht unter rechtswidrigen Umständen entstanden sind.

 

 

Nach der Vorbereitung zum Motiv kommt die Wahl einer Tarnung und die praktische Umsetzung vor Ort. Viele Tiere mit einem ausgeprägten Sehsinn nehmen jedoch hauptsächlich Bewegungen wahr. Einige wenige (hauptsächlich Karnivoren) nehmen auch sehr gut Farben wahr, die nicht natürlicherweise in die Umgebung gehören (beispielsweise die Farbe Rot). Je nach Motiv kann die einfachste Weise der Tarnung schon das bewegungslose Ausharren an einer Stelle sein. Das funktioniert ganz gut bei Rehen, Hasen, Wildschweinen und anderen Pflanzenfressern. Ein weiterer Schritt kann die Wahl der Kleidung sein. Lange Kleidung ist schon aufgrund der Tatsache, dass man sich so ein bisschen besser vor Zecken schützen kann, empfehlenswert. Eine gedeckte Farbe, wie Dunkelgrün oder Braun ist von Vorteil, da sie wenig auffällt. Helle kontrastreiche Bereiche, wie Gesicht und Hände sollten ein wenig bedeckt werden. Ein zweiter Punkt neben dem Sehsinn ist das Gehör. An dieser Stelle hilft es nur, sich ruhig zu verhalten und so wenig Geräusche zu verursachen, wie es möglich ist. Der wichtigste Punkt bei der Tarnung ist jedoch, nicht von den Tieren gerochen zu werden. Hier gibt es zwar einige wenige Angebote von geruchshemmender Kleidung, es geht aber in der Regel nichts über die Berücksichtigung der Windrichtung. Es gilt immer: Der Wind muss aus der Richtung des Motivs kommen, so dass der eigene menschliche Geruch auf keinen Fall zu dem Tier gelangt. Das ist vor allem bei allen Säugetieren wichtig, da allein schon der menschliche Geruch den Fluchtinstinkt auslösen kann. Es ist ebenfalls empfehlenswert, die Kleidung für die Fotoausflüge mit nicht parfümiertem Waschmittel zu waschen.

 

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Einfach mal raus ...

... auch wenn es regnet, die Wolken tief hängen und die Natur noch im Winter gefangen ist. So langsam wurde es Zeit mal wieder eine Fototour anzugehen. Also haben wir uns heut morgen getroffen und sind zu einem Teichgebiet zwischen Königsbrück und Kamenz gefahren. Schon auf dem Weg dahin hat es immer wieder geregnet, aber wir waren dennoch voller Tatendrang und haben uns davon nicht abschrecken lassen. Vor Ort gab es vieles zu sehen: Schwäne, Graugänse, Grün- & Schwarzspechte, sowie einige Frassspuren von Bibern. 

 

Die nachfolgenden Bilder sind auf einem ersten Streifzug in diesem Gebiet entstanden. Wir sollten diese Gebiet definitiv weiter im Sucher behalten.

 

Ein Jahr mit der Olympus OM-D EM-1 & EM-5

von Andreas

Wer kennt es nicht, über die Jahre wird die Fotoausrüstung immer weiter ausgebaut. In diesem Fall werden sowohl die Kameras, als auch die Objektive immer größer. Mein persönlicher Werdegang bei Nikon sah so aus: Nikon D40x, Nikon D80, Nikon D300, Nikon D700. Mit dem Umstieg auf Vollformat taten sich neue Welten auf. Eine über alles erhabene Bildqualität in einem äußerst soliden Gehäuse. Aber diese schöne neue Welt, hat auch ihre Schattenseiten. Die Objektive für das Vollformat sind wesentlich größer und schwerer, als die Objektive für das APS-C System der D300. Insbesondere bei einfachen Wandertouren, bei Touren mit dem Fahrrad oder bei Veranstaltungen ist die Größe und das Gewicht der Objektive oftmals schlichtweg ein Problem. Mein Setup für die Touren mit leichtem Gepäck war dann häufig die D700 mit dem sagenhaft guten Nikon AF-S 1.8/50mm. Ich kann jedem diese Kombination nur empfehlen. Aber darum geht es hier nicht ;)

Waschbär :: 1/13s, F2.8, 150mm, ISO1600
Waschbär :: 1/13s, F2.8, 150mm, ISO1600

Der Weg zu Oylmpus ...

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Heimvorteil :: Teil 2 :: Naturfotografie in der Stadt

Von Christian

 

Bei vielen meiner Naturfotos werde ich immer wieder gefragt, wo ich sie denn aufgenommen habe und dass ich dazu sicher draußen in der „wilden“ Natur war. Wenn ich dann erzähle, dass ich einige meiner Motive mitten im Stadtgebiet von Dresden fotografiert habe, ist die Reaktion oft Verwunderung. Der schnelllebige Alltag lässt uns viel zu oft durch die Stadt gehen, ohne dass wir uns einmal unsere Umgebung genauer ansehen. Dabei ist die Stadt ein sehr großer Lebensraum, nicht nur für uns Menschen. Es gibt Tierarten die heute bessere Überlebenschancen in besiedelten Gegenden haben, als auf dem Land, sogenannte Kulturfolger. Daneben gibt es jedoch noch eine Vielzahl anderer Arten, die die Vorzüge der Städte zu nutzen wissen.

 

 

Ich versuche im Alltag regelmäßig meine Umgebung zu erkunden. So habe ich über die Jahre eine sehr gute Ortskenntnis über den Alltag hinaus bekommen. Ich weiß jetzt nicht nur, wo ich überall einkaufen gehen kann, sondern ich weiß auch, wo ich regelmäßig Waldkäuze antreffen kann, wo es sich lohnt, Eichhörnchen zu fotografieren und wo ich Wasservögel antreffen kann. Dieser Heimvorteil verschafft mir die Möglichkeit, meine Motive gezielt aufzusuchen. Ich weiß ganz genau, wann das Licht an den Stellen gut steht und brauche nur noch los zu fahren, wenn ein geeigneter Moment gekommen ist.

 

 

Ein weiterer großer Vorteil ist, dass die Tiere im Stadtgebiet die Menschen gewöhnt sind und somit weniger scheu sind. Ein klassisches Beispiel stellt hier der Graureiher dar. Mitten in Dresden kann es schon mal vorkommen, dass man einen Graureiher aus 3 m Entfernung beobachten kann, wie er an einem kleinen Teich in einer Parkanlage steht. Versucht man außerhalb der Stadt einen Graureiher zu fotografieren, liegt die Fluchtdistanz oft deutlich über 100 m, was das Arbeiten sehr erschwert.

 

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Norddeutsche Naturfototage :: 1.Platz Fotowettbewerb

von Andreas


Beim diesjährigen Fotowettbewerb der Norddeutschen Naturfototage hat es dieses mal geklappt. Eines meiner Fotos hat es unter die Top 5 geschafft. Zu meiner großen Überraschung wurde es auf den 1.Platz der Kategorie "Naturlandschaften und Unterwasserwelten" vom Publikum gewählt.

Das Foto selbst ist in meiner Heimat auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz  entstanden. Die Anzahl der Fotos von den Birken auf der Freifläche sind mittlerweile wohl schon 3-stellig. Vor Ort habe ich die verschiedensten Lichtstimmungen erlebt. Aber dieses goldene Licht war einfach einmalig schön. Und ich werde wieder vor Ort sein, um diese fantastischen Lichtstimmungen fotografisch fest zuhalten ...

 


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Das AF-S Nikkor 200-500 mm f/5,6E ED VR :: Erfahrungsbericht

Von Christian

 

Einführung

 

In den letzten Jahren hat sich viel getan im Bereich der langen Teleobjektive. Nikon und Canon haben schon lange eine Reihe hervorragender Teleobjektive im Angebot, die regelmäßig neue Auflagen bekommen. Sie stellen heute die Referenz in Sachen Bildqualität dar, haben jedoch auch ihren Preis. So kostet aktuell ein AF-S Nikkor 500 mm f/4E FL ED VR rund 11.000 €. Wenn man nicht gerade sein Geld mit der Fotografie verdient und auf eine günstigere Ausrüstung angewiesen ist, sieht es schon schnell nicht mehr so gut aus.

 

 

Bis 2013 musste man auf Objektive wie das Canon EF 100-400 mm f/4,5-5,6 L IS USM oder das Nikon AF-S 80-400 mm f/4,5-5,6 G ED VR zurückgreifen, oder auf Objektive von Drittherstellern ausweichen. Da gab es das Sigma 50-500 mm f/5-6,3 DG OS HSM oder diverse andere Brennweiten von 120-400, 150-500 mm etc. Tamron bot noch ein SP AF 200-500 mm f/5-6,3 Di LD IF an. Bei all diesen Objektiven musste man in Kauf nehmen, dass die Bildqualität nicht ganz überzeugend war und dass man eine variable Lichtstärke hat. Im Dezember 2013 änderte sich in dem Bereich der langen Telezooms zu erschwinglichen Preisen einiges mit der Markteinführung des neuen Tamron SP 150-600 mm f/5-6,3 Di VC USD für rund 1000 €. Dieses Objektiv ist gemessen an seinem Preis sehr gut. Die Verarbeitung ist ordentlich und die optische Leistung reicht für den Hobby-Einsatz meist aus. Kurz danach legte Sigma in dem selben Brennweitenbereich zwei Versionen nach. Auf einmal war es möglich, für 1000 bis 2000 € eine lange Telebrennweite mit Ultraschallmotor und Bildstabilisator zu nutzen. Ich habe rund ein Jahr lang das Tamron SP 150-600 mm f/5-6,3 Di VC USD benutzt. Ich hatte mir ein Exemplar gekauft, nachdem alle Testberichte, die ich bis dahin gelesen hatte, einen sehr positiven Eindruck bei mir hinterlassen hatten. Allerdings hatte ich in dem einen Jahr mehrfach Probleme mit meinem Exemplar, so dass ich gegen Ende doch mehr unzufrieden mit der Zuverlässigkeit des Tamron-Objektives war. Im August 2015 kam dann die große Überraschung. Niemand hatte damit gerechnet, dass auch Nikon in dem Bereich langer Telezoomobjektive selbst etwas entwickelt hatte.

 

 

Nikon stellte ein AF-S Nikkor 200-500 mm f/5,6E ED VR vor. Sofort war mein Interesse an dem Objektiv geweckt, da ich von Tamron wieder weg wollte. Mit einem Neupreis von 1600 € spielt es genau in der Liga der langen Telezooms der vorangegangenen Jahre. Im Oktober 2015 hatte ich erstmals in Lünen auf dem Internationalen Naturfotofestival der GDT die Möglichkeit, das Objektiv zu testen. Natürlich griff ich gleich zu einer Nikon D810, die mit 36 Megapixeln die höchste Auflösung an Vollformat bietet und machte ein paar Testbilder aus der Hand. Die Ergebnisse waren erschreckend gut. Damit hatte ich nun wirklich nicht gerechnet, dass die Bilder unter schlechten Lichtverhältnissen bei Offenblende noch absolut scharf werden. Heute arbeite ich mit dem AF-S Nikkor 200-500 mm f/5,6E ED VR und bin damit sehr zufrieden. Es bietet einen sehr nützlichen Brennweitenbereich für die Wildlifefotografie. Es hat als einziges Objektiv in dem langen Brennweitenbereich eine durchgängige Lichtstärke. Nur Nikons AF-S Nikkor 200-400 mm f/4 G ED VR II und von Canon das neue EF 200-400 mm f/4 L IS USM haben ebenfalls eine fixe Blende, sind aber mit 7000 bzw. 11.000 € auch in einer ganz anderen Preisklasse.

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High ISO Fotografie :: Wenn es Nacht wird

Von Christian

 

Es war ein langer Fototag und die Sonne ist schon längst unter gegangen. Die Kamera ist gut verpackt im Fotorucksack und man befindet sich auf dem Nachhauseweg. Plötzlich begegnet man unverhofft einem Tier. In der Dunkelheit ist es schwer, mit bloßem Auge etwas zu erkennen. Die Freude über die Begegnung ist groß. Dann macht sich später zu Hause etwas Unmut breit. "Wäre es doch etwas heller gewesen, dann hätte ich noch Fotos machen können". Wer kennt nicht solche Situationen?


Bild 1: Waschbär, Nikon D3, 200 mm, f/2,8, 1/200 Sek., ISO 25600
Bild 1: Waschbär, Nikon D3, 200 mm, f/2,8, 1/200 Sek., ISO 25600


In den letzten Jahren hat sich in der digitalen Fotografie viel getan. Vor allem ist die Entwicklung der Sensoren weit fortgeschritten. Die Empfindlichkeit wurde stetig weiter entwickelt, so dass es heute bei kommerziellen Spiegelreflexkameras nicht mehr selten ist, dass man Empfindlichkeiten bis ISO 409600 findet. Spezielle Sensoren für industrielle Anwendungen gehen da teils noch weiter. In den meisten Testberichten zeichnet sich jedoch ab, dass gerade die höchsten Empfindlichkeitsstufen der Sensoren in Kameras nicht mehr zu gebrauchen sind. Bildrauschen und Artefakte werden extrem stark und machen die Bilder unbrauchbar.


Heute möchte ich einmal vorstellen, was eine schon etwas in die Jahre gekommene Nikon D3 in den höchsten Empfindlichkeitsstufen leisten kann. Der Empfindlichkeitsbereich reicht standardmäßig von ISO 200 bis 6400 und ist erweiterbar auf ISO 100 bis 25600. Modernere Sensoren haben da teilweise noch deutlich mehr Potential in den höheren Empfindlichkeitsstufen, als es bei der Nikon D3 der Fall ist.


In diesem Sommer war ich mit Andreas auf einer Fototour im Noden von Dresden. Da wir durch einen glücklichen Zufall am Abend einen Waschbären in einer alten Eiche entdeckten, wurde der Abend noch etwas länger, als geplant. Dabei entstanden viele Bilder nach Sonnenuntergang. Die Schwierigkeit lag darin, dass der Waschbär immer ein wenig in Bewegung war und die Belichtungszeiten der Kamera auf dem Stativ nicht einfach immer weiter verlängert werden konnten. Schnell waren sehr hohe Empfindlichkeiten eingestellt. Erfahrungsgemäß lassen sich bei sorgfältiger Belichtung und Nachbearbeitung des Bildrauschens noch Bilder mit ISO 6400 gut verwenden. Bei Empfindlichkeiten über ISO 6400 sehen die Bilder meist nicht mehr gut aus und lassen sich auch oft nicht mehr durch Bildbearbeitung retten. Die trifft jedoch nicht immer zu, wie dieser Bericht zeigen soll.

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Heimvorteil :: Teil I :: Schlosspark Hermsdorf

von Andreas

Nachdem Christian schon gut vorgelegt hat, folgt nun mein erster Blog-Artikel ;) Am liebsten lasse ich einfach die Fotos für sich sprechen, aber nun folgen auch mal ein paar Gedanken zum Thema "Naturfotografie in der Heimat".


Schon häufig wurde ich gefragt, wo ich denn am liebsten Fotografieren gehe. Afrika, Südamerika oder der Hohe Norden sind die dann die erwarteten Antworten. Sicherlich haben diese Ziele ihren ganz besonderen Reiz, aber am allerliebsten gehe ich in der unmittelbaren Umgebung meiner Heimat auf Fototour. Der Vorteil bei verschiedenen Licht- und Wetterstimmungen zu verschiedenen Jahrezeiten diese Orte aufzusuchen sind ein unschlagbarer Vorteil. Viele Denken jetzt an die sensationellen Motive in Afrika - Löwen, Geparde, Gnus, Elefanten und Giraffen - und fragen sich, wie die eigene Heimat da mithalten kann. Natürlich sind Fuchs, Waschbär und Rehe nicht annähernd so exotische Motive, aber dennoch hat die heimische Flora und Fauna einen ganz besonderen Reiz - zumindest für mich ...

Anhand einer Bilderserie aus dem Schlosspark Hermsdorf, möchte ich zeigen das es durchaus seinen Reiz haben kann eine Location mehrfach aufzusuchen. 

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Fototour :: Im Dresdner Umland

Von Christian


Gestern waren Andreas und ich wieder mal das Dresdner Umland erkunden. Es ging nördlich von Dresden in ein kleines Teichgebiet. Noch vor 18 Uhr waren wir angekommen. Schon beim Ausladen der Fotorucksäcke hörten wir die Rufe der Gelbbauchunken aus einem verlandeten Teich. Über dem breiten Schilfgürtel kreiste eine Rohrweihe, gerade bereit die Beute an das Weibchen in der Luft zu übergeben. In der Ferne sprang plötzlich in einem hohen Bogen ein Fuchs aus dem Feld, um darin wieder zu verschwinden. Er schien gerade bei der Jagd zu sein.

 

Da wir den einen Teich nicht zu Fuß umrunden konnten, fuhren wir mit dem Auto von der anderen Seite heran. Von da war es nicht weit bis zu dem Feld, wo wir zuletzt den Fuchs ausmachen konnten. Gerade erst angekommen und im Begriff ans Teichufer zu gehen, kam eine Fähe mit ihrem Jungen durch das hohe Gras gelaufen. Es waren teilweise keine 30 Meter Abstand zu der Füchsin und uns.


 

Es war abzusehen, dass beide Füchse gleich einen Feldweg queren würden und so versuchten wir schnell aber ungesehen an den Weg zu kommen, um freie Sicht zu haben. In Bauchlage erwischten wir den jungen Fuchs wenige Meter vor uns auf dem Weg. Obwohl wir ungetarnt da lagen, schien er nicht verängstigt zu sein. Auf der anderen Wegseite verschwand er wieder im Dickicht und zeigte sich nicht noch mal. Die Fähe war inzwischen weiter weg auf dem Feld. Einige hundert Meter weiter war noch ein weiterer Fuchs am jagen.

 


Wir setzten uns an den Feldweg mittig auf die freie Fläche, in der Hoffnung, dass noch einmal ein Fuchs den Weg kreuzen würde. Stattdessen kam nach einer Weile ein Schwarzstorch über uns geflogen, der sich später noch ein zweites Mal blicken ließ. Weißstörche gibt es in der Umgebung viele, vor allem auf den frisch gemähten Feldern. Mit einem Schwarzstorch hatten wir aber nicht gerechnet.


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Ostsee :: Hiddensee im März

von Christian

 

Dieses Jahr bot sich mir die Gelegenheit, Ende März auf die Insel Hiddensee zu fahren. Ich war seit einigen Jahren nicht mehr dort gewesen, hatte aber schon im Voraus ein paar Ideen, die ich gerne fotografisch umsetzen wollte. Neben der Tierfotografie gab es auch landschaftlich einige Schwerpunkte.

 


Als Ausgangspunkt diente die Ortschaft Kloster im nördlichen Teil der Insel, da von dort aus die meisten interessanten Teile der Insel schnell zu Fuß erreichbar sind. Meine erste Tour war eine Tagestour von Kloster entlang am Strand bis an das Südende zur Schutzzone I des Nationalparks Vorpommersche Boddenlandschaft und zurück. Dort auf dem Gellen liegt ein Vogelschutzgebiet, was für Menschen unzugänglich ist. Ich konnte einige Eisenten draußen auf dem Meer beobachten, die als Wintergäste aus arktischen Breiten hier her gekommen waren.



In der Dünenheide konnte ich aus kurzer Entfernung zwei Rehe beobachten. Obwohl die Distanz oft unter 20 m lag, ließen sie sich in aller Ruhe beobachten. Im Gegensatz zu einigen Wasservögeln, hatte ich den Eindruck, dass die Rehe weniger scheu waren.


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Tauwetter :: Unterwegs im Wald

Bevor die letzten Reste der weißen Pracht wieder geschmolzen sind, sind wir nochmal gemeinsam in die Dresdner Heide zu einer Fototour aufgebrochen. Das Licht war leider nicht sonderlich spektakulär, daher haben wir es auf kreative Aspekte konzentriert.

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