Von Christian
Im Dezember 2024 ging es noch einmal nach Skandinavien, nachdem ich bereits im Sommer Schweden, Norwegen und Finnland bereist hatte. Diesmal war das Ziel Schweden und hier der kleine Ort
Bodsjöedet nahe der norwegischen Grenze im Jämtlands län. Im Winter war ich bisher nicht in Skandinavien gewesen, daher freute ich mich besonders darauf, auch wenn die Reise nur 9 Tage dauern
sollte.

Von Deutschland ging es mit dem Bus über Nacht mit der Fähre von Rostock nach Trelleborg und von dort mit einem Zwischenstopp nach Norden. Dank Standheizung waren die Nächte im Bus gut zu ertragen. Die Straßen waren zunehmend vereist, je weiter wir nach Norden kamen. In Bodsjöedet hatten wir ein kleines Ferienhäuschen in typisch schwedischer Bauweise. Hier war die Landschaft verscheit, jedoch lag der Schnee nicht sehr hoch. Schneeschuhe und Langlauf-Ski konnten wir nicht benutzen.
Gleich in unmittelbarer Nähe zur Unterkunft befand sich schwedens größter Wasserfall, der Tännforsen. Der erste Ausflug erfolgte dort hin. Da das Tageslicht nur für wenige Stunden da war,
starteten wir noch in der Dämmerung und bereits am frühen Nachmittag wurde es wieder dämmrig. Am Wasserfall donnerten Wassermassen ca. 37 Meter in die Tiefe. Die Gischt hatte bizarre Eisformen
wachsen lassen. Die Es waren jedoch nur einstellige Minusgrade an diesem Tag.
Neben dem Tännforsen machten wir einen Ausflug Richtung norwegische Grenze zum Berg Stosnasen Toppen. Durch einen verschneiten Wald ging es in der Dämmerung hinauf, weiter über eine Moorfläche
und schließlich zum Aufstieg. Das Gelände war grundsätzlich gut begehbar und durch den Wind hatte es den Schnee wo weit verweht, das die Schneehöhe gut mit den Wanderschuhen zu begehen war. Kurz
vor 10 Uhr war Sonnenaufgang, allerdings war es bewölt und zog weiter zu. Als wir ein Stück den Berg hinauf gestiegen waren, setzte Schneefall ein und die Sicht verringerte sich deutlich. Wir
stiegen nicht bis zum Gipfel hinauf, weil das Tageslicht kurz nach 14 Uhr schon wieder abgenommen hat.
Jeden Tag sah ich mir den Wetterbericht an und beobachtete die Werte für die Polarlicht Vorhersage. Hier oben braucht es jedoch keine aufregenden Werte von Sonnenwinden oder oder geomagnetischer
Aktivität, um Polarlichter erscheinen zu lassen. Hier lohnt eher der Blick auf die Magnetometer verschiedener Einrichtungen und auf Webcams im Norden. Jeden Abend hatte ich dies im Blick und ein
Abend sah vielversprechend aus, da es einen wolkenfreien Himmel gab. Wir fuhren zum Wasserfall Tännforsen und platzierten uns dort. Als fahler Schein war bereits am Himmel nach Norden ein grüner
Schleier vorhanden. Bei -10 Grad harrten wir ein paar Stunden aus und schließlicht zahlte es sich aus. Der fahle Schleier wurde plötzlich hell und ein tanzend grünes Band leuchtete über dem See.
Die Kälte war schnell vergessen.
Auf der Rückreise machten wir auf dem Weg nach Östersund einen Zwischenstopp am Ristafallet. Zum Sonnenaufgang waren die die einzigen vor Ort, die den herrlich vereisten Wasserfall bewundern
konnten. Auch hier hatten sich bizarre Eisformationen an dem Wasserfall gebildet. Weil der Winter in Skandinavien so schön ist und die Polarlichter ein beeindruckendes Schauspiel sind, wird das
nicht meine letzte Reise im Winter nach Norden gewesen sein.
























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